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Sakralisierung einer Gottheit im Spannungsfeld von Volksreligion und offiziellem Kult. Das Beispiel Jinlong Si Dawang

Wie schon im Antrag der ersten Projektphase stehen die Fragen nach dem Begriff der Sakralität sowie des Prozesses der Sakralisierung für die späte chinesische Kaiserzeit im Mittelpunkt dieses Vorhabens, welche nun unter neuen und erweiterten Gesichtspunkten untersucht werden sollen. Dafür sollen zunächst die historischen Entwicklungen des Kultes um Jinlong Si Dawang erfasst und unter dem Gesichtspunkt eines Sakralisierungsprozessen analysiert werden. Hierbei steht vor allem die Person des Xue Xu im Mittelpunkt, welche exemplarisch herangezogen werden soll, um an ihr nach dem Phänomen der Heiligkeit einer Person im chinesischen Kontext aber auch nach dem Prozess der Heiligung einer Person zu fragen. Eventuell ergeben sich hier Vergleichsmöglichkeiten zum christlichen Verständnis von heiligen Personen. Ziel dieses Teilbereichs ist die Entwicklung eines theoretischen Konzepts von Personenheiligkeit bzw. Heiligung der Person für den Kontext des spätkaiserzeitlichen Chinas. Schließlich wird der Kult von Jinlong Si Dawang in Hinblick auf das Verhältnis von staatlich-orthodoxem Kult und volksreligiöser Tendenzen hin untersucht. Das sich daraus ersichtliche Spannungsfeld, welches auch in Hinsicht auf normative religiöse Vorgaben (von Seiten staatlicher Akteure) und die tatsächlich praktizierten Formen des Kultes (durch volksreligiöse Anhänger im weitesten Sinne) hin untersucht werden wird, wird dazu dienen, die unterschiedlichen Vorstellungen von und Ansprüche an Sakralität herauszustellen.

Projektleiter: Prof. Dr. Michael Lackner
Mitarbeiter: Dr. des. Andreas Berndt